Devet čudnih stvari za strance u Njemačkoj

Neun Dinge, die Ausländer in Deutschland seltsam finden

Was für Deutsche ganz normal scheint, hat so manchem Ausländer schon einen Kulturschock beschert. Wir zeigen euch einige typische Verhaltensweisen.

Sich laut die Nase putzen

Nicht nur ganz allein bei sich zu Hause, auch in aller Öffentlichkeit und sogar im Restaurant putzen sich die Deutschen die Nase – und es scheint ihnen nichts auszumachen, wenn das Schnäuzen sehr laut ist und sich ewig in die Länge zieht. In vielen anderen Ländern wäre das absolut unhöflich und völlig undenkbar.

Synchronisierte Filme und süßes Popcorn

Außer in wenigen sogenannten Programmkinos laufen Filme nur in deutscher Übersetzung statt im Original mit Untertiteln. Außerdem gibt es süßes statt salzigen Popcorns. Und nicht erschrecken, wenn nach der Werbung das Licht wieder angeht und ein Eisverkäufer auftaucht. Dieser Brauch stammt noch aus der Zeit, als man die Filmrollen wechseln musste.

Kirchensteuer

Eingeführt wurde sie schon 1875, seit 1950 zieht das Finanzamt sie direkt vom Lohn ein. Acht bis neun Prozent von der Lohn- oder Einkommensteuer kommen der Kirche zugute. Wer diese Steuer umgehen will, muss aus der Kirche austreten. Unvorstellbar für viele Nichtdeutsche.

Rundfunkgebühren für alle

Auch wer weder Fernsehen guckt noch Radio hört, muss die monatlichen Rundfunkgebühren bezahlen. Sie werden pro Haushalt kassiert, unabhängig davon, ob dort ein oder mehrere Geräte stehen. Nur einkommensschwache Bürger können sich davon befreien lassen.

Sonntags ist alles zu

Auf Druck der Kirchen und Gewerkschaften müssen an Sonn- und Feiertagen alle Geschäfte geschlossen bleiben. Der Tag soll der Familie und der Freizeit vorbehalten sein. Nur Bäckereien machen vormittags auf, denn was wäre ein freier Tag ohne Sonntagsbrötchen?

Duschen ohne Stange

Nur in modernen Bäder ist der Duschkopf an einer Stange oder an der Decke installiert. Sehr oft muss man die Brause aber beim Duschen selbst festhalten. Die Deutschen mögen es auch nicht, wenn jemand zu lang unter dem Brausestrahl steht. Sie sind überzeugt: Das ist Wasserverschwendung und außerdem schlecht für die Haut.

Süßes zu Mittag

In den meisten Ländern kommt mittags sowohl zu Hause als auch in Kantinen und sogar im Kindergarten deftiges Essen auf den Tisch. Süßes gibt es höchstens als Nachtisch. In Deutschland werden aber durchaus auch mal Reibekuchen mit Apfelmus, Kaiserschmarrn oder Dampfnudeln serviert. Vor allem Kinder lieben das!

Ungeduldige Schlange im Supermarkt

Wer an einer deutschen Supermarktkasse auf die Idee kommt, mit abgezähltem Kleingeld zu bezahlen, muss starke Nerven haben. Die Schlange hinter einem kann da ganz schön ungeduldig werden. Böse Blicke und manchmal auch ein Spruch wie „Nun machen Sie schon voran!“ sind an der Tagesordnung. Vom Kassenpersonal ist keine Hilfe zu erwarten, das hat es nämlich genau so eilig wie die anderen Kunden.

Der Schaum bleibt dran

Der Abwasch wird nicht unter dem laufenden Wasserkran erledigt, sondern man verschließt das Becken mit dem Stöpsel und lässt dann Wasser einlaufen. Die gespülten Teile werden dann inklusive Schaum zum Abtropfen abgestellt. Die Deutschen wollen so Wasser sparen, für Ausländer ist das oft einfach unhygienisch.